Keine Beziehung möglich?

  • Hallo,

    Da ich nicht mehr weiter weiß melde ich mich hier.

    Ich habe einen neuen Mann kennen gelernt und habe mir in den ersten Nächten schon gedacht das was im argen liegt. Ich arbeite im psychiatrischen Bereich und habe gedacht das ich die Situation gut einschätzen kann... Habe ich gedacht...

    Ich weiß von ihm das er im Auslandseinsatz war und daher wohl die PTBS kommt. Ich wollte nicht nachfragen und habe ihn erzählen lassen da ich keine Wunden öffnen wollte.

    Gestern Abend ging dann alles zuende... Er hängt total in einer Schleife, fühlt sich leer, überfordert und hat es mit uns beendet da er mich nicht verletzten möchte. Er hat Sorge mir psychische und körperliche Gewalt anzutun. Ausserdem kann er mir nicht das geben was ich verdienen würde an Gefühlen und Zuneigungen zurzeit. Dann ist er gegangen.


    Natürlich habe ich ihn meine Hilfe angeboten... Nicht in dem Sinne das ich seine heimische Psychotherapeutin werden will, sondern ihm Freiraum lasse, ihn unterstütze wenn die Therapie wieder los geht, er reden möchte. Er hat alles abgeblockt....


    Ich bin nichtmal wütend... Sondern traurig ihn nicht unterstützen zu können da er meine Hilfe nicht möchte.


    Ich tue mich schwer damit diesen Mann nun komplett in Ruhe zu lassen... Allerdings kenne ich mich mit diesem Krankheitsbild nicht sonderlich aus.


    Macht es Sinn sich nach einer Woche Ruhe wieder zu melden, auf ihn zuzugehen? Wir empfinden beide gleich füreinander nur hat er im Moment mehr mit sich selber zu tun und das hat Priorität.


    Vllt war jemand schon in einer ähnlichen Situation?

  • Hallo Gast 12,


    ich kann das Verhalten des Mannes ein wenig nachvollziehen. Mir geht es auch manchmal so, dass ich mich völlig zurückziehe (soweit das geht, denn ich habe Familie), weil ich es nicht ertragen kann, mit jemanden zusammen zu sein. Ich habe immer das Gefühl, anderen zur Last zu fallen.


    Er hat Sorge mir psychische und körperliche Gewalt anzutun

    Vielleicht ist ja sowas schon mal passiert und er hat Angst, es würde sich bei euch wiederholen. Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen mit

    (K)PTBS mit körperlicher Gewalt reagieren (das gilt nicht für alle, nur kann es vorkommen).


    Schreib ihm doch einen Brief und sag ihm, dass du seine Entscheidung, dass ihr im Moment kein Paar sein könnt, akzeptierst. Du könntest ihn fragen, ob ihr euch trotzdem für gemeinsame Freizeit-Unternehmungen (an Tagen wo es ihm gut geht) treffen könnt.


    Nur als gute Freunde, nicht als Paar, vielleicht auch um euch besser kennen zu lernen und dann abwartet, was sich mit der Zeit daraus ergibt. Kann sein, dass er sich dann nicht so unter Druck gesetzt fühlt.


    Sollte er das aber ablehnen, ist es wohl besser ihn in Ruhe zu lassen, bis er sich von alleine bei dir meldet (allzugroße Hoffnungen hätte ich dann aber nicht). Ich war mal mit einem Soldaten in einer psych. Klinik. Er hat mir gemalte Bilder von dem gezeigt, was er erlebt hat, es muss sehr schrecklich gewesen sein.


    LG Rotkehlchen

    LG Rotkehlchen

    :wavey:


    Tränen;( kann man weg wischen, :DGefühle nicht:cursing:

    (unbekannt)


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    Wir können den Wind nicht ändern aber wir können die Segel richtig setzen.

    (Aristoteles)

  • Ich weiß nicht, ob das mit dem Reiseführer über den Wunschurlaubsort so gut ist. Denke er wird sich damit überfordert und unter Druck gesetzt fühlen. Vielleicht braucht er etwas Zeit. Mit der Postkarte finde ich eine gute Idee.

    Ich muss dich allerdings auch warnen, es kann Wochen oder Monate dauern, bis er sich meldet und es kann auch sein, dass er sich gar nicht mehr bei dir meldet oder dir aus dem Weg geht (was er dann nicht persönlich meint, es ist die Krankheit, die ihn so handeln läßt), du müßtest das dann leider akzeptieren.


    LG Rotkehlchen

    LG Rotkehlchen

    :wavey:


    Tränen;( kann man weg wischen, :DGefühle nicht:cursing:

    (unbekannt)


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    (Aristoteles)

  • Lieben Dank für deine Worte Rotkehlchen,


    Ja mir ist bewusst das es auch im kompletten Kontaktabbruch enden kann.

    Ich fühle mich im Moment einfach nur ratlos...

    Ist es richtig ihn einfach in Ruhe zu lassen, mit seinem Problem alleine zu lassen?

    Ich habe das Bedürfnis mich zu melden da ich mir Sorgen mache.

    Ich habe das Gefühl er ist seit dieser Woche in einem tiefen Loch gefangen.


    Das mit dem Reiseführer habe ich raus gelassen, das war dann doch zu viel des Guten. Allerdings habe ich das Paket noch nicht abgeschickt. Es liegt ausser Sichtweite und werde es mir noch überlegen ob das so eine gute Idee ist.


    Wie man merkt stecke ich auch in einer Spirale.... Ich mache mir einfach soviele Gedanken. Diese Erkrankung ist tückisch und schwer einsehbar, unberechenbar. Ich nehme ihm nichts übel, ich weiß auch das wenn seine Erkrankung aus ihm spricht und diese ihn nicht klar denken lassen kann.

    Ich habe ja sogar Verständnis aber trotzdem bin ich so ratlos.

    Vllt sollte ich einfach warten bis er von sich auf mich zukommt....


    Ich wiederspreche mir selber wie ich merke. Es kostet mich einfach auch eine Menge Kraft und Geduld obwohl wir es ja eigentlich beendet haben aus dem Grund das er nichf klar denken kann im Moment und mit sich selber zu tun hat.


    Ich mag ihn einfach nicht gehen lassen...

  • Hallo Gast,


    hm......auch auf die Gefahr hin, dass ich eine andere Meinung habe......aber


    Wieso lässt du ihn denn nicht einfach in Ruhe, wenn er das doch mehr als deutlich sagt? Wenn er Angst hat, die weh zu tun, wenn er derzeit keinen Kontakt haben möchte......dann darf das doch so sein?


    Ich verstehe es so, dass du es nicht gut kannst, weil du ihm unbedingt helfen möchtest......aber vll möchte er sich von dir gar nicht helfen lassen?

    Ich bin nichtmal wütend... Sondern traurig ihn nicht unterstützen zu können da er meine Hilfe nicht möchte.

    Dieser Satz ist da für mich sehr deutlich mit verbunden. Vll liegt da etwas in die begründet, dass du denkst, ihm unbedingt helfen "zu müssen"?.....



    Ich nehme ihm nichts übel, ich weiß auch das wenn seine Erkrankung aus ihm spricht und diese ihn nicht klar denken lassen kann.

    Wie kommst du da drauf? Selbst wenn er aus seiner Erkrankung spricht, dann ist er doch dennoch dafür verantwortlich? Und wieso sollte er deswegen nicht "klar denken" können? Er denkt vll in andere Richtung, aber doch nicht per se nicht klar?


    Ich habe hier den Eindruck, dass es schwer für dich ist, zu akzeptieren, dass es dich nicht als rettenden Engel annehemen will. Und wieso auch immer das bei ihm so ist, ist es doch seine Entscheidung. Und du musst dich nicht für ihn verantwortlich fühlen, bist es nicht, und sollst es ja auch von ihm geäußert nicht sein.


    Ja, vermutlich meinst du es wirklich gut, machst dir wirklich Sorgen und willst nur sein Bestes. Allerdings scheint da eben etwas miteinander zu kollidieren.


    Er ist erwachsen, er hat deine Nummer, wenn er Kontakt haben will, dann kann er ihn wieder mit dir aufnehmen. Wenn nicht, dann nicht. Ich verstehe, dass es dir schwer fällt, das zu akzeptieren, aber dennoch solltest du auch im Sinne deines Seelenheils versuchen, dazu Abstand zu gewinnen.


    Und ich möchte betonen, dass ich dir damit auf keinen Fall weh tun möchte oder dich negativ kritiseiren möchte, sondern einfach einen anderen Blick auf die Situation habe, die du beschreibst.


    Ich wünschr dir alles Gute dabei, den Weg zu finden, damit umzugehen,


    Liebe Grüße

    Sotura :blume:

    "Innerer Frieden beginnt, wenn das Drama deiner eigenen Geschichte keine Kontrolle mehr über deine Gedanken und deine Gefühle hat!" (Angela D. Kosa)

  • Hallo, ich glaube ich kann diese Situation sehr gut einschätzen, weil ich das gleiche durch gemachte habe wie dein Partner. Natürlich wäre am Besten wenn meine Partnerin hier schreiben würde wie sie mit alle dem umgeht, aber ich versuche es aus der Sicht deines Partners wieder zugeben: Auf der einen Seite wünscht man sich nichts sehnlicher als eine Partnerin, die für einen da ist und in schwierigen Momenten einen in den Arm nimmt, doch im gleichen Moment möchte man niemanden sehen und hasst alles und jeden. Ich weiß nicht was dein Partner alles erlebt hat und wie er damit umgeht, doch ist er in dieser Hass Phase, lasse ihn in Ruhe und melde dich erst ein paar Tage später.

    Aber wenn du gewillt bist mit ihm länger zusammen zu bleiben, glaube mir, es wird sehr sehr sehr viele Tage geben die dich an den Rand der Verzweifelten bringen werden.

    Er wird vieles nicht so meinen, doch die Wutausbrüche werden kommen und dann musst du seht stark sein um das auszuhalten.

    Meine Partnerin und ich waren bestimmt schon über 10 mal auseinander, weil sie es irgendwann satt hatte, doch wir kommen immer wieder zusammen, weil ich im Kern wohl ein ganz lieber Kerl bin, aber oft auch ein Monster.

  • Guten Morgen,

    bis jetzt habe ich mich noch nicht bei ihm gemeldet. Es ist ja nun auch erst 3 Tage her.

    Ich versuche die Ruhe zu bewahren.


    Natürlich juckt es mir in den Fingern ihm zu schreiben aber ich glaube im Moment ist es nicht sinnvoll. Er wird dafür einfach keinen Kopf haben.


    Jetzt versuche ich mal auf die letzten 2 Einträge einzugehen :)


    Sotura:


    Ich meine damit wenn ich sage das seine Erkrankung aus ihm spricht das er im momemt wie er es selber sagt einfach leer ist, er weiß momentan nicht was er denken soll,so sagte er es mir im "klärenden" Gespräch. Er sagte ja das es nichts mit den Gefühlen zu mir zu tun habe. Natürlich ist er ein klarer Mensch aber vllt im Moment einfach ein wenig Gefangen und mit sich selbst beschäftigt.


    Ich möchte auch nicht als rettender Engel angenommen werden. Natürlich ist die Situation für mich schwer und schwierig zu akzeptieren. Wäre ja auch komisch wenn nicht da alles harmonisch angefangen hat und seit einer Woche er wieder "gefangen" ist.


    Soldier1984:

    So wie du es beschreibst,genauso habe ich den Eindruck das es bei Ihm ist. Er will, kann aber nicht.


    Ich habe genau das Gefühl das er sich danach sehnt das man ihn in den Arm nimmt und einfach nur zuhört. Aber er kann es nicht, zieht sich zurück wurde mir gegenüber "unfair und kalt" was ich ihm nicht übel nehme da ich ja nun weiß woher es kommt.


    Ich glaube als Partnerin muss man sich klar distanzieren und es nicht so schwer es ist persönlich nehmen.


    Ihm Zeit geben. Er wird wie es ausschaut wieder in die Therapie gehen,das belastet ihn am meisten da alles erlebte wieder aufgearbeitet wird. Und genau das ist der Punkt.....Ist es einfach die Falsche Zeit für uns? Genau das lässt mich überlegen ob ich mich überhaupt melden soll oder ihn einfach die Lebenssituation alleine meistern lassen soll?


    Ich war noch nie in so einer Situation in meinem Leben.

    Natürlich wurde ich schon verlassen aber das waren andere Gründe, neue Frau, keine Liebe mehr da.


    Jetzt ist es anders.....Die Gefühle sind da nur er ist gefangen.....

  • Hallo Gast,


    ich glaube, für mich wäre es nicht gut möglich, unter diesen Umständen in einer Beziehung zu sein.


    Selbst, wenn mir das Herz bluten würde und ich ihn am liebsten retten würde.


    Bliebe ich in dieser destruktiven Beziehung, würde ich mich und meine Gefühle ignorieren. Ich wäre hin- und hergerissen zwischen der Verantwortung mir gegenüber und der Verantwortung, die ich evtl. für meinen Partner empfände.

    Ich fände es womöglich nicht fair, ihn deshalb zu verlassen, hätte womöglich ein Gefühl, ihn im Stich zu lassen.


    Aber ich befinde mich nicht in einer solchen Situation, daher kann ich es nicht beurteilen, wie es tatsächlich ist.


    Allerdings - ich weiß, dass es mir nicht gut täte und mir fällt auch kein Grund ein, mit der Angst im Nacken leben zu wollen, psychisch oder physisch verletzt zu werden oder ständig eine On-Off-Beziehung zu führen.


    Daher würde ich die Reißleine ziehen und Abstand halten, solange er nicht bereit ist, sich Hilfe zu holen.


    Vielleicht ist er sich, du ihm und eure Partnerschaft wichtig genug, sich Unterstützung zu holen.


    Dir/euch alles Gute dafür.

  • Ich verstehe deinen Partner leider in der Hinsicht mit der Therapie voll. Ich habe seit 5 Jahren Ausreden, warum ich nicht zur Therapie gehe um bloß nicht noch ein mal darüber sprechen zu müssen, auch wenn ich natürlich weiß das dies der komplett falsche Weg ist.

    Ich glaube wenn meiner Partnerin damals gesagt wurde überlege es dir genau und ihr aufgezeigt werden würde, was für schwierige Situationen kommen würden, sie hätte sich gegen eine Beziehung mit mir entschieden.

    Heutzutage sind wir viele Jahre zusammen und auch sehr oft getrennt, doch wenn ich klar im Kopf bin, ist alles auch mega cool, doch wenn nicht, muss es für meine Partnerin die Hölle sein.

    Ein völlig anderer Mann steht dann vor ihr, nicht der denn sie kennen und lieben gelernt hat und ich glaube damit fertig zu werden ist mega schwer.

    Vieles was ich dann tue und sage, würde ich normal nie tun, doch darüber habe ich keine Kontrolle, als würde ein Schalter umgelegt werden.

  • ..., doch wenn nicht, muss es für meine Partnerin die Hölle sein.

    Ein völlig anderer Mann steht dann vor ihr, nicht der denn sie kennen und lieben gelernt hat und ich glaube damit fertig zu werden ist mega schwer.

    Vieles was ich dann tue und sage, würde ich normal nie tun, doch darüber habe ich keine Kontrolle, als würde ein Schalter umgelegt werden.

    Du siehst wie deine Freundin leidet. Ist das nicht ein Grund, sich Hilfe zu holen?

    Ich weiß, du verlierst nicht aus böser Absicht die Kontrolle. Aber wie ist das für dich, wenn du sie dann siehst? Kann das nicht ein guter Antrieb sein für dich?

    Was würdest du einem guten Freund raten, würde es ihm so gehen wie dir?

  • Soldier1984


    du schreibst, dass du dich schon ein paar mal von deiner Freundin getrennt hast und ihr dann aber wieder zusammen gekommen seid. Vielleicht schreibst du (für Gast mal), ob du den ersten Schritt gemacht hast oder deine Freundin und wenn es deine Freundin war, was du dann empfunden hast. Warst du z.B. glücklich darüber, dass sie sich wieder gemeldet hat oder bist du nur wieder mit ihr zusammen gekommen, weil du sie z.B. nicht verletzen wolltest?


    @Gast

    ich würde ihm einfach nur einen Brief schreiben, in dem du ihm erklärst, dass du seine Situation akzeptierst, dass er sich, wenn ihm danach ist und er sich besser fühlt., bei dir melden kann.

    Wie aber die anderen hier schreiben, ist das keine leichte Beziehung und du musst über Jahre hinweg, mit Schwierigkeiten rechnen. Es kann eine lange Zeit gut laufen, sogar 2-3 Jahre lang und man denkt, man hat alles im Griff und dann bricht plötzlich ohne Vorwarnung alles über einen herein und der ganze spuk geht von vorne los.

    In einer Beziehung kann ich dir nur raten, dir genug Recourcen aufzubauen, enge Kontakte zu anderen guten Freunden aufrecht zu halten und auch viele Sachen alleine zu machen z.B. Sport/Hobbys und ihn nicht wie einen Kranken zu behandeln, sondern als Vollwertig.

    Ich bezeichne mich nicht als krank, wie z.B. jemand mit schweren Wahnvorstellung, die Zeitweise wirklich nicht wissen, was sie tun, ich bezeichne es als eine Störung, mein Geist ist dabei völlig klar. Alles was ich entscheide, entscheide ich völlig bewußt, was nicht heißen soll, dass meine Entscheidungen in diese Momenten immer richtig sind und natürlich von der Störung auch beeinflußt werden.


    LG Rotkehlchen


    PS: Du schreibst, du arbeitest im psychiatrischen Bereich. Ist da nicht jemand, mit dem du darüber sprechen kannst?

    LG Rotkehlchen

    :wavey:


    Tränen;( kann man weg wischen, :DGefühle nicht:cursing:

    (unbekannt)


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    Wir können den Wind nicht ändern aber wir können die Segel richtig setzen.

    (Aristoteles)

  • Wenn ich das so vom einem Freund hören würde, würde ich ihm sagen er solle sich schnellstmöglich Hilfe suchen. Bei einem sehr sehr guten Freund würde ich es mir eine Zeitlang anschauen und ihn wohl selber an den Ohren hinbringen.


    Die Trennungen gehen meistens von mir aus, weil oft meine Gefühle so wirr sind, das ich sie nicht mehr hier haben möchte. Aber wenn ich mich beruhigt habe, dann bereue ich es.

  • Meine Therapeutin sagt, ich soll mich wie eine gute Freundin behandeln.


    Glaubst du, da ist was Wahres und Gutes dran, sich selbst wie einen guten Freund zu behandeln Soldier1984 ?

  • Rotkehlchen

    mir ist klar das wenn eine Beziehung nach der ganzen Sache entstehen kann es keine einfache wird. Natürlich kann es 2-3 Jahre gut gehen. Vllt aber auch nicht....dafür gibt es keine Garantie! egal ob mit PTBS oder ohne.

    Was ich weiß ist das ich eine starke Person bin und wenn ich die Situation kenne ich damit auch umgehen kann. Das behaupte ich einfach mal von mir selbst. Wie schon gesagt arbeite ich im Psychiatrischen Bereich und hatte dort mit seelischen und körperlichen Übergriffen zu tun,das war allerdings alles Arbeitsbedingt und habe ich auch nicht mit nach Hause genommen, kann mich davon also gut distanzieren. Jetzt sind allerdings Gefühle im Spiel was die Sache nicht einfacher macht.

    Ich habe ein gutes Umfeld,habe treue Freunde die sich im Moment toll um mich kümmern,natürlich habe ich nicht jedem die Situation geschieldert,das würde zu weit gehen,deshalb mache ich es auch hier anonym. Ausserdem glaube ich auch nicht das sie die "Störung" /"Erkrankung" verstehen können und mir dazu raten würden "lass ihn gehen" Soweit bin ich aber noch nicht das ich das tun kann.


    Ich gebe ihm Zeit,die er braucht. Werde mich denke wenn eine Woche rum ist mal kurz melden und nur fragen wie es ihm geht, so ganz ohne Druck. Ich glaube wenn ich einen Brief schreibe werde ich zuviele Erwartungshaltungen mit reinschreiben die ihn dann wieder unter Druck setzten.

    Er soll einfach nur wissen das ich an ihn denke und er nicht alleine ist.

    Er hat viele tolle Freunde aber auch diese kennen die Situation nicht.


    Und obwohl ich beim Psychiater arbeite, möchte ich ungern meinen Chef oder unsere Psychotherapeuten daran teilhaben lassen.

    Arbeit ist Arbeit da haben meine privaten Probleme nichts zu suchen. Obwohl es sicherlich helfen könnte. Aber aus dem Grund habe ich mich ja hier gemeldet. Und es hilft mir hier im Austausch diese "Erkrankung" etwas besser zu verstehen.


    Soldier1984

    Wenn die Trennnungen meist von dir ausgehen meldest du dich dann bei deiner Partnerin? Empfindest du es als Druck wenn sie sich meldet und nach deinem Befinden fragt? Ist dir das dann alles Zuviel? Habe Sorge das wenn ich mich nach einer guten Woche melde es ihn zu sehr unter Druck setzt.

  • Wenn meine Partnerin dann weg ist und meine Aggressionen wieder unter Kontrolle habe, dann wünsche ich mir persönlich nichts sehnlicher, als das meine Partnerin mir trotzdem schreibt das Sie mich Liebt und das sie für mich da ist.

    Aber wie schon gesagt wenn ich in solcher Hass Phase bin, dann möchte ich nichts und niemanden sehen, deshalb ist es immer schwierig zu beurteilen, welche Zeit die Beste wäre um sich zu melden, aber wenn meine Partnerin mir sagt sie denkt an mich, das bedeutet mir persönlich sehr viel.

    Ich würde dir sehr gerne schreiben mach das so und ihr werdet für immer Glücklich zusammen sein, doch leider kann ich es nicht, weil ich an mir sehe, wie schwierig es oft ist.

  • @ Gast

    ich hoffe, du fast das was ich schreibe nicht als Bevormundung auf, soll keine sein. Ich versuch wirklich nur aus eigenen Erfahrungen zu berichten.

    Es ist gut, wenn du eine starke Person bis aber wie du schon schreibst, spielen da Gefühle mit. Es sind ja alle Menschen auch unterschiedlich und reagieren auch unterschiedlich und bei so komplexen psychischen Störungen, hat ja man ja nicht zwangsläufig alle Symptome die genannt werden. Männer mit KPTBS reagieren häufiger mit Gewalt nach außen, Frauen richten die Gewalt meist eher gegen sich.

    LG Rotkehlchen

    LG Rotkehlchen

    :wavey:


    Tränen;( kann man weg wischen, :DGefühle nicht:cursing:

    (unbekannt)


    :flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower::flower:

    Wir können den Wind nicht ändern aber wir können die Segel richtig setzen.

    (Aristoteles)

  • Rotkehlchen

    Ich sehe das nicht als Bevormundung.


    Allerdings weiß ja niemand wie es wird. Soweit denke ich auch noch garnicht was ist in 1-2 Jahren...

    Erstmal müssen wir den Kontakt ja wieder herstellen...dieser ist jetzt gleich null.

    Ich harder wirklich mit mir ob ich ihm heute nicht eine kurze Nachricht schicke mit der Frage wie es ihm so geht? Darauf kann er antworten oder es eben lassen.


    Mir ist bewusst das die Gewalt nach aussen drängt, ja. Dagegen kann man sich auch nicht schützen aber es ist kein Grund für mich zu sagen das ich diesem Menschen nicht wieder näher kommen möchte. Es ist bei mir noch nicht vorgefallen und wer weiß ob es passiert. Wahrscheinlich ist das dass Risiko an der evtl Beziehung....evtl Gewalt. Aber soll ich ihn deswegen von mir wegstoßen? Es gibt für nichts eine Garantie....


    In jeder Beziehung kann es zu Gewalt kommen...in der einen mehr in der anderen weniger in der anderen überhaupt nicht.


    Was ich allerdings nicht wusste das Frauen die Gewalt eher an sich richten? Wie gesagt ich bin wohl doch nicht so tief im Thema wie ich es evtl dachte :D

  • In jeder Beziehung kann es zu Gewalt kommen...

    Hallo Gast,

    darf ich nachfragen, ob du damit körperliche Gewalt meinst?

    Bist du wirklich der Meinung, dass es in jeder Beziehung zu körperlicher Gewalt kommen kann?

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